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BI Berzberger Knipp

Bürgerinitiative zur Erhaltung und Pflege des Waldgebietes Berzbuirer Knipp

Die Bürgerinitiative Berzbuirer Knipp

Die BI Berzberger Knipp hat sich im Umfeld der jetzt anlaufenden Sanierungsarbeiten der alten Bergehalde gebildet. Sie wird dafür sorgen, das unser Naherholungsgebiet von den Arbeiten nicht negativ beeinflusst wird.


Abschrift der Pressemitteilung vom den 13.09.2011 der Bürgerinitiative zur Verhinderung einer Gift-Pipelinedurch das Naherholungsgebiet „Berzbuirer Knipp“

Die jetzt in Düren-Berzbuir gegründete Bürgerinitiative zur Verhinderung der Trassenführung einer Druckförderleitung über den Berzbuirer Knipp erhält weiteren Zulauf. Die St. Anna Schützen Berzbuir stimmten auf Ihrer Vorstandsitzung am 09.09.2011 einstimmig für einen Beitritt zur Initiative.

Auf der Vorstandssitzung der St. Anna Schützen am 09.09.2011 erläuterte Hubert Paulus als Sprecher der Bürgerinitiative, den Vorstandsmitgliedern , das die Bezirksregierung Arnsberg die Verlegung einer Druckförderleitung von der nördlichen Auffangfassung der Bergehalte Beytal bis zum Gelände der ehemaligen Mülldeponie Horm errichten will. Die Bauausführung soll bereits im Oktober diesen Jahres erfolgen. Die Leitung soll der Zuführung des mit hochgiftigen Schwermetallen belasteten Sickerwasser der „Bergehalde Beytal“, zu einer noch zu errichtenden Pilotanlage zur Ausfällung der Giftstoffe auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie Horm dienen. Die Trassenführung über den Hauptweg des Naherholungsgebietes „Berzbuirer Knipp“ ist ökologisch nicht zu verantworten und auch ökonomischer Unsinn. Da der Untergrund des Waldes aus Konglomeraten von altem Buntsandsteins besteht müsste hier mit schwerem Gerät in einem geschlossenen Waldgebiet gearbeitet werden. Der „Berzbuirer Knipp“ ist in den 1950er Jahren erstmals aufgeforstet worden. Heute, nach 50-60 Jahren ist hier ein wertvoller geschlossener Wald mit Bäumen von 20 m Höhe entstanden. Durch eine breite Schneise für den Bau und die Bewirtschaftung der Leitungstrasse würde erheblicher Schaden entstehen. Dies wäre, vor Allem deshalb nicht zu verantworten, weil es mehrere möglichen Ersatztrassen gibt, die zum Teil sogar deutlich preiswerter zu realisieren sind.

Die Schützen waren sich schnell einig und sie zeigten sich solidarisch, sodas es nicht verwundert, das der Beitritt zur Bürgerinitiative einstimmig erfolgte. Der Vorsitzende Dietmar Hacky zeigte sich äußerst verärgert darüber, das sowohl Kreis Düren, Stadt Düren uns sogar die Mitglieder des für Berzbuir zuständigen Bezirksausschusses bereits seit dem Frühjahr diesen Jahres von diesen Plänen wussten und es offensichtlich keiner für nötig erachtet hat, mit der Bevölkerung über die Planungen zu sprechen. 

Status des Waldgebietes heute

Zwischenzeitlich ist die Leitung verlegt und de Testbetrieb läuft. Zu unserer großen Erleichterung hat die ausführende Baufirma gut und geländeschonend gearbeitet, so dass der Eingriff in das Naherholungsgebiet erträglich ist.  Auch die Wege sind wieder zufriedenstellend hergerichtet.

Wir werden von der Bezirksregierung Arnsberg in regelmäßigen Abständen eine Bürgerauskunft  zum Sanierungsfortschritt verlangen und an dieser Stelle dann die entsprechenden Stellungnahmen veröffentlichen.

>>hier  lesen Sie den Hintergrundartikel aus unserer Festschrift 2012

Die Entwicklung 2014.

Wie sich schon Ende 2013 herausstellte hat die Bezirksregierung Arnsberg, nach eigenen Ausssage, doch tatsächlich schon 2012 eine Anfrage an die Bezirksregierung Köln bezüglich der Abwasserableitungen gestellt. Bis heute (Sept.2014) wird das nitrathaltige Abwasser aber wieder in die Halde gepumt. Hier arbeitet die Bezirksregierung Arnsberg einmal mehr nach dem Motto "Nur nicht Nachfragen wo die Genehmigung bleibt" - "So lange keine Antwort da ist kostet es auch kein Geld" !   Zu allem Überfluss wurde jetzt auch die sogenannte Maßnahmenträgerschaft auf den von der Industrie gegründeten Verband für Flächenrecycling und Altlasten (AVV) übertragen. Mitglieder sind das Land, die Kommunen und verschiedene private Unternehmen (die Geld verdienen wollen).  Der Verband hat nach Ausssage der Bezirksregierung Arnsberg langjährige Erfahrung mit der Sanierung solcher Bergbaufolgelasten. Wir denken, das die Übertragung der Maßnahmenträgerschaft an den AVV von "Arnsberg" deshalb sehr begrüßt wird, weil man sich damit auch selbst aus der Schußlinie bringt. Weiteres Aussitzen und Nichtstun kann man jetzt einfach dem AVV anlasten. Aus unserer Sicht ist dieser Verband aber ohnehin vor Allem eine Linzenzanstalt zum "Druck von Geld" für die beteiligten privaten Unternehmen.  Es ist zunehmend unerträglicher zu sehen, wie mit unseren Steuergeldern Dezernenten und Mitarbeiter in den Bezirksregierungen Arnsberg und Köln  bezahlt werden,  die, mit Blick auf die Sanierung der Bergehalde Beytal, seit Jahren im wahrsten Sinne des Wortes "für´s aussitzen" bezahlt werden. Das werden wir ändern. Wir sorgen dafür, das diejenigen die Verantwortung  für die permanete Verschleppung der Sanierung tragen, keine Schwielen mehr an der Sitzfläche bekommen.  

Status 2015

... mal sprichwörtlich ..."und still ruht der See"

Status 2016

... alle Entscheider und unsere ehemaligen Ansprechpartner sind weiterhin auf Tauchstation. Der Verband für Flächenrecycling und Altlasten glaubt auf Nachfrage einen Plan zu haben, über den aber noch keine Entscheidung getroffen wurde. Die Sanierung der Bergehalde dreht sich weiter im Kreis und das war ja dann auch der eigentliche Grund für die Auslagerung der Verantwortung auf den Verband. Strategie: "Kopf in den Sand" und warten ob die kritischen Bürger nicht doch noch aussterben ! 

Status 2017

Wie befürchet - tut sich nichts mehr. Wir werden diesen Zustand erneut zum Anlass nehmen von der AVV den Status Quo und den Stand des Sanierungsplanung anfordern.

 

Der Bergehalde

Diese  Altlast des  ehemaligen Bergwerks der Stolberger Zink ist heute herrenlos und alle Sanierungskosten belasten heute die Steuerkassen. Wie es dazu kam und wie es dem ehemaligen Besitzer gelang sich der Fläche und damit auch der Kosten zu Lasten der Allgemeinheit  zu entledigen ist unglaublich. Das ist die Geschichte eines vollkommen verantwortungslosen Unternehmers und von unsäglichem Versagen der zuständigen Behörde.  Wir werden demnächst hier darüber berichten. Lesen Sie >>hier den Hintergrundartikel aus unserer Festschrift 2012

März 2012:

In der Sitzung des  Berzirksauschusses am 6.3.2012 nimmt die Bezirksregierung Arnsberg Stellung zum Stand und zur weiteren Planung der Sanierung.  Damit kein Bürger stört, wurde die Sitzung nun als "nicht öffentlich" deklariert. Wen verteten unsere Politiker ?  Den Wahlbürger in diesem Fall wohl nicht !

Juni 2012:

Die Druckleitung ist verlegt, die Wege wieder einigermaßen  hergerichtet und "still ruht der See". Ob die Pilotanlage in Betrieb ist und funktioniert weiß nur Gott und die unkommunikative Bezirksregierung Arnsberg.

August 2012:

lesen Sie unsere diesjährige Festschrift - "Mulitmillionär als verantwortungsloser Unternehmer" -  dann wissen Sie wieso nicht der ehemalige Mehrheitseigner, Herr Dr. Günther Minninger, sondern die Gemeinschaft mit Steuergeldern die Sanierungskosten für die Bergehalde zahlen muss.

März 2013:

und still ruht der See. Die sogenannte Pilotanlage läuft jetzt ein habes Jahr. Oder doch nicht ?, Ergebnisse der Pilotanlage ? , weiteres Vorgehen ?, Bürgerinformation ? - alles Fehlanzeige - die unkooperative Bezirksregierung Arnsberg hüllt sich verstockt in Schweigen.  Wie ja schon selbst von ihr erklärt ist für diese Bezirksregierung die Information der Anwohner und interessierter Bürger  nicht notwendig und die Forderung selbst ist scheinbar schon eine Art von Majestätsbeleidigung .

November 2013:

Die Pilotanlage zur Reinigung des Sickerwassers läuft, aber die Abführung des hochgradig mit Nitrat belasteten Wassers ist nach wie vor nicht gelöst. Daher lässt die Bezirksregierung Arnsberg das aufbereitete Sickerwasser noch immer  in die Bergehalde zurück pumpen. Klasse Idee, super Kreislauf - sehr innovativ - sehr kostengünstig und vollkommen bescheuert.

September 2014

Die sogenannte Maßnahmenträgerschaft wurde auf den, von der Industrie und dem Land NRW gegründeten Verband für Flächenrecycling und Altlasten (AVV) übertragen. Mitglieder sind neben dem Land, auch Kommunen und verschiedene private Unternehmen. Dadurch nimmt sich die, bisher alleine zuständige Bezirksregierung Arnsberg, selbst aus der Verantwortung und überträgt das komplette Altlastenmanagement für die Bergehalde dieser gemeinnützigen GmbH. Damit sind  ggfs. zu vergebende Sanierungsauftrräge vom direkten Einfluss der öffentlichen Verwaltung und damit auch von der direkten Bürgerkontrolle abgekoppelt. 

Januar 2017

Wie befütchtet tut sich nichts. Ob die Pilotanlage noch läuft und welche Erkenntnisse aus dem Betrieb gewonnen werden konnten, ist ebenfalls nicht bekannt. 

 
c) 2012 ff - St. Anna Schützen Berzbuir 1893 e.V. - gemeinnützig annerkannt - Non Non-Profit-Organisation (NPO) under German Law